So gehst du gestärkt und mit Selbstvertrauen in die Geburt
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Geburt ist ein natürlicher Vorgang, auf den dein Körper bestens vorbereitet ist.
- Die gezielte Vorbereitung und die Wahl des passenden Geburtsortes schenken dir Sicherheit.
- Vertraue auf dein Bauchgefühl und deine Hebamme für eine selbstbestimmte Geburtserfahrung.
Die Geburtsvorbereitung ist ein zentraler Baustein deiner Schwangerschaft. Mit den passenden Tipps stärkst du dein Vertrauen in dich und deinen Körper.
Erfahrungsberichte aus dem Umfeld oder aus Medien verbinden die Geburt oft mit Angst statt mit Freude. Lass dich davon nicht verunsichern.
Gehe gestärkt in die Geburt
Eine Geburt ist ein natürlicher und sicherer Prozess. Dein Körper besitzt von Natur aus die Fähigkeit dazu.
Deine Hebamme begleitet dich in dieser Phase fachkundig. Sie hilft dir dabei, einen Weg zu finden, der zu deinen individuellen Wünschen passt.
Über die Plattform Ammely des Deutschen Hebammenverbandes findest du kostenfreie Hebammenleistungen in deiner Nähe. Dort buchst du, je nach Verfügbarkeit, Termine direkt online und sparst Zeit bei der Suche.
14 Tipps für deine Geburtsvorbereitung
1. Bereite Treffen mit deiner Hebamme oder Gynäkolog:in vor
Schreibe dir vor jedem Termin deine fünf wichtigsten Fragen auf. So vergisst du im Gespräch keine Anliegen.
2. Wähle deinen Geburtsort ganz bewusst
Besprich mit deiner Begleitperson oder deiner Hebamme, wo du dein Baby gebären möchtest. Du hast die Wahl zwischen einer Klinik, einem Geburtshaus oder einer Hausgeburt. Besichtige die Orte vorab und verlasse dich auf dein Bauchgefühl.
Meide unpersönliche Online-Bewertungen von Krankenhäusern, da diese stark subjektiv sind. Nutze lieber das Angebot einer Aufnahmesprechstunde im Krankenhaus oder vereinbare ein Kennenlernen im Geburtshaus. Beachte, dass du dich für eine Betreuung im Geburtshaus oder für eine Hausgeburt meist schon um die 8. Schwangerschaftswoche anmelden solltest.
3. Verzichte auf Geburtsberichte anderer Personen
Frage Freunde oder Familie nicht nach ihren Geburtserfahrungen. Diese Berichte sind subjektiv und erzeugen oft unnötige Ängste. Nutze stattdessen Atemübungen, gezielte Bewegung oder Hypnobirthing, um dich mental auf die Geburt einzustellen.
4. Sprich offen über deine Ängste
Wenn du Sorgen spürst, teile diese mit deiner Hebamme oder deinem:deiner Partner:in. Fachkundige Begleitung und Methoden wie Hypnobirthing unterstützen dich dabei, Ängste abzubauen.
5. Bestimme deine Geburtsbegleitung
Eine Geburt erfordert eine vertraute Atmosphäre. Überlege gemeinsam mit deiner Hebamme, wer dich neben deinem:deiner Partner:in im Geburtsraum unterstützen kann.
6. Erstelle einen flexiblen Geburtsplan
Ein Geburtsplan hilft dir, deine Wünsche für die Geburt festzuhalten. Besprich deine Vorstellungen mit deiner Hebamme. Sie zeigt dir, welche Wünsche im Kreißsaal umsetzbar sind und welche Punkte vor allem deiner mentalen Vorbereitung dienen.
7. Finde ein persönliches Mantra
Ein positives Mantra kann dir während der Wehen Kraft geben. Viele Schwangere nutzen zum Beispiel den Satz „Komm, Baby“.
8. Vereinbare klare Signale
Lege mit deiner Begleitperson einen kurzen Code oder ein Signal fest. So weiß dein Gegenüber sofort, ob eine Berührung oder Ansprache gerade angenehm ist, ohne dass du lange Erklärungen abgeben musst.
9. Nutze Bewegung und Yoga
In einem Kurs für Prenatal-Yoga lernst du Atemtechniken für die Wehenarbeit. Dein Körper besitzt die Kraft für die Geburt – durch sanften Sport unterstützt du dein Wohlbefinden zusätzlich.
10. Stelle eine Playlist zusammen
Musik kann deine Stimmung heben, dir Energie schenken oder dir bei der Entspannung helfen. Sie schafft eine vertraute Umgebung im Geburtsraum.
11. Speichere wichtige Telefonnummern ab
Hinterlege alle relevanten Telefonnummern von Hebammen, der Klinik oder einer Kinderbetreuung auf den Mobiltelefonen aller beteiligten Personen. So erreichst du im Ernstfall schnell alle Ansprechpartner:innen.
12. Packe deine Tasche rechtzeitig
Packe deine Tasche etwa vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Denke an wichtige Dokumente wie den Mutterpass und deine Krankenversicherungskarte.
Eine gute Vorbereitung entlastet auch deine Begleitperson. Studien zeigen, dass gut vorbereitete Partner:innen Gebärende während der Geburt effektiver unterstützen können.
13. Bereite Anträge vor der Geburt vor
Formulare erfordern Zeit, die du im Wochenbett für deine Erholung benötigst. Bereite folgende Unterlagen frühzeitig vor:
- Antrag auf Mutterschaftsgeld
- Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung (bei nicht verheirateten Eltern)
- Anträge für Elternzeit, Elterngeld und Kindergeld
14. Sorge für Vorräte
Koche vor der Geburt Mahlzeiten vor und friere diese ein. Mit ausgewogenen Speisen und gesunden Snacks im Haus kannst du dich nach der Geburt ganz auf dich und dein Neugeborenes konzentrieren.
Quellenangabe
- Deutscher Hebammenverband e. V. (2023). Empfehlungen zur Geburtsvorbereitung und Betreuung. Berlin: DHV.







